Einsatzmöglichkeiten bei rund 400 Betrieben in der Region
vom 16.03.2010
Die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land geht mit einer nach Ihrem Wissen im deutschen Handwerk bislang einmaligen Aktion an den Start. Über die Geschäftsstelle der regionalen Handwerksorganisation können ab sofort Geschenk-Gutscheine erworben werden. Dies Gutscheine können exklusiv nur bei den Mitgliedsunternehmen der Innungen eingelöst werden. Die Mitglieder sind unter www.handwerk-delmenhorst.de einzusehen.
Die untere Wertgrenze pro Gutschein liegt bei 10,00 Euro. Nach oben sind dem Wert keine Grenzen gesetzt. „Rein theoretisch kann somit zum Beispiel mit einem Gutschein im Wert von 300.000,00 Euro ein Einfamilienhaus verschenkt werden.“ so Kreishandwerksmeister Harald Mausolf.
Wohlwissend, dass dies in der Realität wohl eher nicht vorkommen wird, verweist Mausolf aber auf die sehr vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei einem der rund 400 Mitgliedsbetriebe der verschiedensten Fachrichtungen in den Städten Delmenhorst und Wildeshausen sowie den Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee sowie der Samtgemeinde Harpstedt.
Angefangen von einem Einkauf beim Bäcker oder Fleischer sowie der Möglichkeit den Gutschein beim Friseurbesuch einzulösen, sind auch die übrigen Verwendungsmöglichkeiten sehr weit gefächert.
Über die Bereiche Bau und Ausbau können durch die Geschenkgutscheine Leistungen und Material für Sanierungen, Renovierungen und Umweltschutz verschenkt werden.
Auch für „Deutschland´s liebstes Kind“ stehen natürlich die Autohäuser und Kfz-Werkstätten mit all ihren Leistungen für diesen Gutschein zur Verfügung.
Insgesamt stehen die Fachbetriebe folgender Sparten:
Bäckereien
Bauunternehmen
Dachdeckereien
Fahrzeuglackierer
Fleischereien
Friseure
Kraftfahrzeughändler und -werkstätten
Maler
Metallbau
SHK
Tischler
Zimmereien
für die Einlösung der Gutscheine bereit.
Harald Mausolf: „Das schöne an der neuen Aktion ist, dass man sich als derjenige, der einen Geschenkgutschein des Handwerks verschenkt, nicht für einen bestimmten Betrieb oder eine bestimmte Branche entscheiden muss. Diese Entscheidung liegt einzig und allein in der Person des Beschenkten.“
„Gutscheine mit einem höheren oder sehr hohen Wert können auf Wunsch des Beschenkten aber auch in mehrere Gutscheine mit einem jeweils kleineren Wert umgetauscht werden.“, so Geschäftsführer Hartmut Günnemann.
Der Geschäftsführer wollte mit seiner Idee, der „Gutschein-Landschaft“ eine sinnvolle neue Variante hinzufügen. „Ganz klar, wir wollen mit der Aktion natürlich auch einen Nutzen für unsere Mitgliedsunternehmen erzielen, indem wir Umsatzvolumen an die Innungsfachbetriebe binden, dass sonst in Parfümerien, Buchläden, Baumärkte oder Einkaufszentren abfließen würde.“ so der Geschäftsführer.
Letztendlich sieht die Kreishandwerkerschaft damit aber auch einen Beitrag zum Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen hier vor Ort.
„Jugendlichen stehen Möglichkeiten für eine Ausbildung im Handwerk offen“
vom 05.05.2010
Die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land veranstaltet am 4. September 2010 einen „Tag des offenen Handwerks“. Rund 50 Mitgliedsbetriebe der verschiedensten Branchen haben bereits jetzt ihre Teilnahme an dieser Aktion zugesagt.
Die Schulabgänger, die in den nächsten Jahren eine Ausbildung beginnen wollen, können sich beim „Tag des offenen Handwerks“ direkt in den Betrieben über die Möglichkeiten und Anforderungen einer Lehre informieren.
Das örtliche Handwerk beschreitet mit dieser Aktion neue Wege. In den vergangenen Jahren war das Handwerk immer auf den von ZWAIG veranstalteten Ausbildungsplatzbörsen vertreten. „Für die Schülerinnen und Schülern war der Stand unserer Berufsorganisation etwas zu anonym und nicht hinreichend konkret.“ so Geschäftsführer Hartmut Günnemann.
„Deswegen wollen wir jetzt eine unmittelbare Beziehung zwischen den Jugendlichen, deren Eltern und den Betrieben bzw. Ausbildern herstellen, denn allen Jugendlichen stehen Möglichkeiten für eine Ausbildung im Handwerk weit offen“, so Kreishandwerksmeister Harald Mausolf bei der jüngsten Mitgliederversammlung am Dienstag Abend im Haus des Handwerks.
Mausolf weiter: "Das Handwerk wird sein hohes Ausbildungsengagement auch 2010 fortsetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf sicherzustellen, werben Handwerksbetriebe intensiv um neue Auszubildende. Denn der deutliche Rückgang der Schulabgängerzahlen erschwert es zunehmend, geeignete Bewerber zu finden. „
Das Deutsche Handwerk flankiert die Bemühungen der einzelnen Betriebe mit einer bundesweiten Imagekampagne, um so für die innovativen und zukunftsträchtigen Berufe des Handwerks zu werben. Geschäftsführer Hartmut Günnemann: „Darüber hinaus wurde auf Bundes- und Länderebene der Druck auf die Politik verstärkt, durch eine frühzeitig einsetzende Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen die Jugendlichen zu informieren und zu motivieren. Vor allem für Jugendliche mit Migrationshintergrund muss die Förderung an allgemein bildenden Schulen deutlich verbessert werden. Mit einem Schulabschluss stehen diesen Jugendlichen die Möglichkeiten für eine Ausbildung und Beschäftigung im Handwerk weit offen.“
Die stellvertretende Kreishandwerksmeisterin, Britta Jochims: „2010 wird, wie schon im Vorjahr, eine weiter sinkende Zahl von Bewerbern einer gleich bleibenden Zahl von Ausbildungsplätzen im Handwerk gegenüberstehen. Bereits im vergangenen Jahr blieben eine Reihe von Lehrstellen im Handwerk unbesetzt und eine vergleichbare Entwicklung befürchten wir auch in diesem Jahr.“
vom 04.05.2010
Die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst und Oldenburg Land hat am 27. April entschieden: Unter ihrem Dach wird die Signal Iduna IKK im Juni ein Service-Center einrichten. Die bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse mit Handwerkskompetenz baut ihr Service-Netz in Niedersachsen aus.
„Die Entscheidung ist uns leicht gefallen. Die Signal Iduna IKK hat ihre Wurzeln im Handwerk und kennt die Bedürfnisse unserer Mitgliedsbetriebe und ihrer Mitarbeiter. So bleibt die IKK-Präsenz in Niedersachsen trotz Veränderungen im Kassenmarkt erhalten“, freut sich Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Delmenhorst.
Jens Bialek wird das neue Service-Center der Signal Iduna IKK leiten, unterstützt wird er durch den Außendienstmitarbeiter Dirk Seltmann. Beide sind mit der Region und dem IKK System bestens vertraut. „Wir legen großen Wert auf branchenspezifische Beratung und Kundennähe. Die Signal Iduna IKK bietet günstige Umlagesätze für Betriebe und erhebt 2010 garantiert keinen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern“, verspricht Bialek.
Das Service-Center im Gebäude der Kreishandwerkerschaft am Grünen Kamp 1 B in Delmenhorst wird täglich geöffnet sein und ist schon heute über die kostenlose Service-Hotline 0800.444 5 666 erreichbar. Der Einstand wird im Juni mit Betrieben und Versicherten gefeiert.
Handwerk ist High Tech - und keiner merkt es: Eine umfassende Imagekampagne soll das ab 2010 ändern
vom 03.12.2009
„Einen guten Ruf hat das Handwerk – aber zu wenige Deutsche wissen, dass die Handwerksberufe längst in der Zukunft angekommen sind.“ Diese zusammenfassende Aussage traf Kreishandwerksmeister Harald Mausolf am Dienstagabend im Haus des Handwerks gegenüber den Delegierten der angeschlossen Innungen.
Geschäftsführer Hartmut Günnemann hatte im Vorfeld die Delegierten über eine ab Januar 2010 beginnende aufwändige Imagekampagne informiert. Insbesondere jungen Menschen soll die Kampagne vermitteln: Das Handwerk ist zeitgemäß und viel moderner als manche glauben. Zudem wird stets daran erinnert, welch starker Motor für die deutsche Wirtschaft die fast 1 Million Handwerksbetriebe sind.
Eine repräsentative Forsa-Umfrage hatte im Jahr 2008 ergeben, dass viele Deutsche die Bedeutung und Attraktivität des Handwerks unterschätzen. Insbesondere die jungen Befragten beurteilten dabei den Wirtschaftszweig kritischer als ältere Bürger. Während beispielsweise 80 Prozent der über 60-Jährigen das Handwerk als „sympathisch“ bezeichneten, lag der Wert bei den 14- bis 18-Jährigen bei 56 Prozent. Geschäftsführer Hartmut Günnemann: „Für die meisten Branchen wäre dies ein Traumergebnis – die Handwerksorganisationen wollen sich damit aber nicht zufrieden geben.“
Kreishandwerksmeister Mausolf: „Ziel der Kampagne ist es, das nicht mehr zeitgemäße Bild vom Handwerk an die Realität des modernen Wirtschaftszweigs anzupassen. Die Kampagne soll die Vielfalt des Handwerks bekannt machen. Vor allem aber soll sie Jugendlichen die Realität im Handwerk nahebringen und sie für die Individualität der Produkte und Dienstleistungen begeistern.“
Um das zu erreichen, leistet die Kampagne Aufklärungsarbeit darüber, wie viel Hightech im Handwerk und wie viel Handwerk in Hightechprodukten steckt. Der Werbeslogan, der das Anliegen der Kampagne auf den Punkt bringt, ist noch geheim.
Zum Auftakt der Kampagne wird am Samstag, 16. Januar 2010 um 20.14 Uhr ein Fernsehspot zu sehen sein, der deutlich macht, welche bedeutende Rolle das Handwerk für unsere moderne Gesellschaft spielt. Dabei geht der Film der Frage nach: Wie sähe unsere Welt ohne Handwerk aus?
In konsequenter Umsetzung der Kampagne wird sich das örtliche Handwerk vom 7. bis 9. Mai 2010 auch mit einem völlig neu gestalteten Stand auf der Delmenhorster Leistungsschau präsentieren.
vom 03.03.2010
Chancengerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit statt Verteilungsgerechtigkeit, forderte Harald Mausolf am Rande einer Sitzung des Vorstandes der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land am Dienstag Abend.
Der Kreishandwerksmeister: „Der Staat mischt sich in unser aller Leben ein, regelt zu viel bis ins Detail. Viele Bürger geben daher die Eigenverantwortung an den Staat ab. Auf der anderen Seite versuchen sie, Schwachstellen des Staats zum eigenen Vorteil auszunutzen.“
Mausolf kritisierte, dass sich die Finanzjongleure mit Gier und Skrupellosigkeit Reichtum auf Kosten anderer verschafft haben. Gleichzeitig haben Investoren sowie Manager an Aktienkurse und nicht an Arbeitsplätze gedacht. Desgleichen prangerte der Kreishandwerksmeister an, dass es Hunderte reicher Deutsche bei der „Steuergestaltung“ überzogen und nun zu Recht Angst vor Entdeckung ihrer Auslandskonten haben. Auf dem anderen Ende der Skala nutzen aber auch Schwarzarbeiter oder Empfänger staatlicher Leistungen Schwachstellen des Staates aus.
Zusammengenommen geht es hier nach Einschätzung Mausolfs um Milliarden Euro, auch wenn der Einzelne vielleicht nur einige hundert Euro erschwindelt hat.
Auch die übrigen Vorstandsmitglieder waren sich darüber einig: „Wir brauchen einen neuen Werte-Konsens in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, der der persönlichen Verantwortung wieder den Stellenwert einräumt, der ihr zukommt. Im Kleinen wie im Großen.“
Geschäftsführer Hartmut Günnemann: „Wir müssen uns auf die grundlegenden Begriffe unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung neu verständigen: Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität. „Freiheit“ heißt Freiheit zur Verantwortung. Staat und Gesellschaft müssen zur Freiheit in Verantwortung befähigen. Grundlage dafür sind Bildung und Ausbildung. Sie schaffen Chancengerechtigkeit. Und wir brauchen Leistungsgerechtigkeit. Beides steht im Gegensatz zur Verteilungsgerechtigkeit, die derzeit die Diskussion bestimmt. Jeder Einzelne muss zunächst einmal die Verantwortung für sich selbst, seine Familie und die Nachbarschaft übernehmen, erst dann darf er in letzter Instanz den Staat in Anspruch nehmen.“
Dem Vorstand ist es bewusst, dass es natürlich nicht einfach ist, in einer Zeit größter Verunsicherung mehr Eigenverantwortung in der Gesellschaft zu fordern. Aber Wohlstand, soziale Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt können nach Einschätzung des Vorstandes der regionalen Handwerksorganisation nur erhalten werden, wenn wir zu den Wurzeln unserer Sozialen Marktwirtschaft zurückkehren. Viele handwerkliche Familienbetriebe sind Tag für Tag der Beweise dafür, dass wirtschaftlich erfolgreiches Handeln und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zusammenpassen. Im Handwerk gehört es nach den Worten von Harald Mausolf schon immer zum Ethos, „mit Anstand“ Geld zu verdienen.